Biowein / Ökowein Versand - Biowein[pur] Hartl. Deutschlands erster Biowein-Importeur seit 1983, zertifiziert gem. EG Verordnung Nr. 834/2007 und VO (EG) Nr. 889/2008, Ökokontrollstelle DE-ÖKO-037

Bioweinerzeugung - Vinifizierung - Weinbegriffe                                                   

Biowein: für die Vinifizierung von Biowein gibt es bisher keine gesetzlichen Vorgaben. Theoretisch sind auch hier alle fragwürdigen technischen und chemischen Hilfsmittel erlaubt. Aus diesem Grund ist es wichtig zu wissen, dass Winzer im Weinberg korrekt arbeiten und gesundes Lesegut verarbeiten., das im Keller auf ganz natürliche Weise vinifiziert werden kann. Deshalb ist es auch unerlässlich, nur auf dem Weingut abgefüllte Weine (Originalweingutabfüllungen) zu kaufen, weil Winzer hierfür stets die besten Bioweine abfüllen und schwächere Weine an Händler im Tank verkaufen. 

Bioroséweine entstehen durch eine klassische Vinifizierung wie sie für die Rotweinerzeugung angeandt wird. Sie unterscheidet nur durch einen wesentlich kürzeren Kontakt von Saft und Beerenschalen. Während dieser kurzen Zeit lösen sich weniger Farbstoffe und Gerbstoffe aus den roten Beeren.

Biorotweine können nur aus roten Trauben erzeugt werden. Die unterschiedlichen roten Farbtöne und der Gehalt an Gerbstoffen (Tannine) sind abhängig von den verwendeten Rebsorten und der Art und Dauer der Maischestand- und Gärzeit, aber auch der Mosttemperatur.

Bioweißweine werden in der Regel aus weißen Rebsorten (blanc de blanc) gekeltert. Da der Saft fast aller roten Traubensorten jedoch weiß ist, kann auch daraus Weißwein (blanc de noir) erzeugt werden. 

Biowein in Bag in Box
Weinschläuche dienten bereits in der Antike als Transportbehälter für Wein. Heute nennt man sie auf englisch „Bag in Box“ (Sack, Tüte, Beutel im Karton). Sie bestehen aus einer Flüssigkeitsdichten HD Polyethylenfolie im Verbund mit einer luftdichten Alufolie, oder aus einer Suerstoff– und luftundurchlässigen Ethyl-Vinylalkoholfolie. Beide Varianten sind lebensmittelsicher und konservieren darin befindliche Bioweine auch in angebrochenem Zustand mehrere Monate. Schutz vor Beschädigung bietet ein Umkarton. Mit Bag in Box Systemen lassen sich nicht nur die Kosten für Verpackung und Transport reduzieren, sondern auch die Umweltbilanz gegenüber der Verwendung von Weinflaschen verbessern.
Weine im Bag in Box mögen ein negatives Image besitzen, aber die Verpackung sagt wenig über die Qualität des Inhalts aus. Bioweine im Bag in Box werden von uns ebenso sorgfältig ausgesucht. Sie bieten für wenig Geld viel Genuss und sie sind allemal besser als billige Weine in Flaschen. 

Champagnererzeugung
Obwohl für die Champagnererzeugung zahlreiche Regelungen bestehen, lassen diese offensichtlich ausreichend Spielraum für unterschiedliche Qualitäten und stark unterschiedliche Preise. Hier einige der wichtigsten Vorschriften:
Für die Champagnerproduktion dürfen nur die Rebsorten Chardonnay, Pinot Meunier und Pinot Noir in genau definierten Zonen innerhalb der Champagne angebaut werden.
Diese Trauben dürfen nur in der Champagne gekeltert, vergoren und abgefüllt werden.
Der maximale Ernteertrag liegt bei 13.000 kg/je Hektar Anbaufläche, er kann aber von den Behörden je nach Jahrgang erhöht werden. Doch nicht nur der Erntertrag, sondern auch die Ausbeute durch das Pressen sind geregelt. Aus 4.000 kg Trauben, das entspricht dem Fassungsvermögen einer in der Champagne traditionellen Korbpresse, darf nur 2.666 l Saft gepresst werden. Man unterscheidet diesen Saft nach seiner Güte und zwar:
1. Pressung (Cuvée) 2.666 Liter (beste Qualität)
2. Pressung (Première taille) 410 Liter (mittlere Qualität)
3. Pressung (deuxiéme taille) 205 l (schwache Qualität).
Zusätzliche Pressmengen dürfen nicht mehr für die Champagnererzeugung verwendet werden.
Für hochwertige Champagner wird oft nur die 1. Pressung verwendet, qualitätsbewußte Winzer verkaufen die 3. Pressung an andere Betriebe die weniger Wert auf Qualität, dafür auf niedrigere Preise achten.
Ein wichtiger Faktor für die Qualität eines Champagners sind die unterschiedlichen Weinbergslagen, also die Böden und die geographische Ausrichtung. Die besten Lagen (Grand Cru) befinden sich um Ambonnay, Buzy etc.. Sie besitzen die hellsten, kalkhaltigsten Böden. Trauben aus diesen Lagen erzielen die höchsten Preise. Dagegen sind sowohl die Grundstückspreise für Weinbauflächen als auch die Trauben aus der südlichen Champagne um Bar sur Aube und Bar sur Seine wesentlich günstiger als die der Montagne de Reims, um Epernay oder an der Marne. Von Traditionalisten wird die südliche Champagne als nicht zur Champagne gehörend betrachtet.

Die Weinbereitung
unterscheidet sich in der Champagne nicht von der anderer Regionen. Der erste Schritt der Champagnererzeugung beginnt mit der Vorbereitung für die 2. Gärung in der Flasche. Dem Stillwein wird Hefe und Zucker zugesetzt, in Flaschen gefüllt, verkorkt (mit Bügelverschluss, oder mit einem Kronkorken) verschlossen, mit dem Flaschenhals nach unten (bei handwerklicher Arbeitsweise) in ein Rüttelpult gesetzt und mehrere Wochen so lange gedreht, bis sich die Hefe langsam vom Flaschenrand in den Flaschenhals bewegt. Dort bildet sich ein Hefepfropfen, der nach Beendigung der Flaschegärung entfernt wird.
Danach wird die fehlende Menge mit einem Champagner der gleichen Produktion aufgefüllt (Brut de brut, nature), oder mit einer Dosage (Zucker und Wein) je nach beabsichtigter Geschmacksrichtung versehen. All diese Regeln gelten auch dür die Bio-Champagner von Francoise Bedel.

Die Eigenschaften der Rebsorten
Chardonnay: Diese Rebsorte verleiht einem Champagner eine gewisse Leichtigkeit, Eleganz, Feinheit und Frische.
Pinot Noir: Sie bringt sichere Erträge, Fülle, Kraft und Struktur.
Pinot Meunier (Schwarzriesling): sie ist eine widerstandfähige Sorte, die gut in nördliches Klima passt, da sie spät austreibt und blüht und somit den Frühjahrsfrösten entgeht. Sie besitzt schöne fruchtige Aromen, eine leichte Säure und Frische.

Weißweinpreise während unserer Tätigkeit bemerken wir immer wieder, dass es vielen Weinkäufern an der Bereitschaft fehlt, für gute Weißweine ähnliche Preise wie für gute rote Bioweine zu bezahlen. Dabei gibt es keine Erklärung, weshalb Weißweinpreise niedriger sein sollten. Der Aufwand und der Ernteertrag unterscheiden sich nicht und auch die Arbeit im Weinkeller erfordert ein ebenso hohes Maß an Aufmerksamkeit.

Koscherer Wein: einige Kriterien die für die Erzeugung von Biowein angewendet werden müssen, treffen auch auf die Erzeugung koscherer Weine zu. Aber es müssen noch zusätzliche Regeln eingehalten werden um koschere Weine zu erzeugen:

- Koschere Weine dürfen nur Trauben von Reben gekeltert werden, die älter als 4 Jahre sind.
- In einem Weinberg in dem Trauben für koschere Weine wachsen, muss nach sechs aufeinander folgenden Erntejahren ein Schabbatjahr eingehalten werden in dem die Trauben nicht gelesen werden dürfen. Dieses Schabbatjahr dient den Weinreben und dem Boden zur Regeneration.

- Im Weinberg dürfen keine anderen Nutzpflanzen angebaut werden.

- Reben, die Trauben für koschere Weine liefern, dürfen zwei Monate vor der Weinlese nicht mehr mit organischen Düngemitteln gedüngt werden

- die Gärung koscherer Weine darf nur mit den auf den Trauben befindlichen natürlichen Hefen und nicht mit künstlichen Hefen und anderen Gärhilfsmittel erfolgen. Dies bedeutet, dass Trauben und Reben im Weinberg nicht mit Fungiziden behandelt werden dürfen.

- Maische- und Gärbehälter müssen aus rostfreiem Edelstahl bestehen.

- Alle Maschinen und Arbeitsgeräte die für die Erzeugung koscherer Weine eingesetzt werden, müssen unter Aufsicht eines Rabbiners gereinigt werden.

- Im Weinkeller dürfen bei der Weinbereitung nur Personen beschäftigt werden, die den Schabbat einhalten.

- Für die Vinifizierung koscherer Weine dürfen keine Enzyme und Bakterien zugesetzt werden.

- Zur Klärung koscherer Weine dürfen keine Blutpräparate, keine Gelatine und kein Kasein, sondern nur Bentonit (Gesteinsmehl) und zur Filterung nur Zellulosefilter verwendet werden.

- Koschere Weine müssen stets in neue Flaschen gefüllt werden, eine mehrmalige Wiederverwendung von Flaschen ist nicht zulässig.

- 1 % der gesamten Weinerzeugung muss an Bedürftige kostenlos abgegeben und darf nicht verkauft  werden.

Der Begriff "koscher" bezeichnet in der jüdischen Religion Speisen und Getränke die nach genau festgelegten Kriterien erzeugt werden müssen. Er bedeutet "sauber ", "einwandfrei". Als die Regeln für koschere Weine vor vielen hundert Jahren festgelegt wurden, war die Verwendung von giftigen Spritzmitteln Im Weinbau noch völlig unbekannt und deshalb unterliegen koschere Weine keiner Einschränkung was den Einsatz von gesundheits- und umweltschädlichen Herbiziden und Insektiziden betrifft. Im erweiterten Sinne von koscher (sauber) sollten koschere Weine auch Bioweine sein.

Weinbegriffe die Sie kennen sollten, weil sie in der Beschreibung unserer Weine vorkommen

Abocado: Spanische Bezeichnung für einen halbsüßen Wein

Agraffe: Ein Drahtgeflecht das den Korken in Champagner- und Schaumweinflaschen sicher gegen den in der Flasche befindlichen Druck festhält.

Alba: Stadt und Weinbauregion im Piemont, westlich von Asti gelegen.

Appellation Contrôlée: (AC oder AOC, französische Bezeichnung für Qualitätsweine mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung)
. Die Herkunft wird durch den Namen des Anbaugebiets (zum Beispiel „Chablis A.C“, des Bereichs, der Gemeinde, der Lage garantiert.
- Je Hektar darf eine bestimmte Anzahl von Rebstöcken nicht unterschritten werden
- Zur Erzeugung von A.C. Weinen dürfen nur bestimmte Rebsorten verwendet werden.
- Es sind nur bestimmte Rebschnittmethoden zugelassen.
- Der Höchstertrag je Hektar Rebfläche ist genau vorgeschrieben.
- Die Weine müssen einen bestimmten natürlichen Mindestalkoholgehalt erreichen.
- A.C.-Weine unterliegen einer amtlichen Qualitätskontrolle nach der sie zum Verkauf freigegeben werden.

Assemblage:
französischer Begriff für das Zusammenfügen (Verschneiden) von Weinen aus unterschiedlichen Lagen, bzw. zwei oder mehreren sortenreinen Rebsorten zu einer Cuvée. Die Assemblage wird auch bei der Champagnererzeugung, sowie bei bei der Cognac-odeer Calvadoserzeugung angewandt.

Asti: Stadt und Weinbauregion im Piemont, südlich von Turin. Sehr bekannt sind Barbera d'Asti, ein Rotwein aus der Barberatraube, die je nach Erntemenge und Sorgfalt bei der Weinbereitung mittelmässige bis hochwertig sein können. Negativ besetzt ist der Name Asti durch ein Produkt das
Asti Spumanti, eines süßen Schaumweins eines großen Idustrieunternehmens.

Barrique:
225 Liter fassendes Weinfass aus Eichenholz, das im Inneren "getoastet", also durch ein Feuer
unterschiedlich stark angebrannt ist und darin gereiften Weinen ein rauchiges Aroma verleiht.

Batonnage: Französischer Begriff abgeleitet von bâton, bâtonnet (Stock, Rührstock). Mit einem Rührstock wird die nach der alkoholischen Gärung im Wein belassene Feinhefe während der Fassreifung des Weins regelmässig aufgerührt. Dabei werden Aminosäuren, Nucleinsäure, Fettsäuren, Polysaccharide und Eiweiße während der Hefeautolyse freigesetzt und reichern sich im Wein an. Die Batonnage trägt zur Intensivierung von Aromen und Geschmack Weinen bei, sie wirken kraftvoller und harmonischer, bei gerbstoffreicheren Rotweinen verringert sich die Adstringenz.

Durch die Batonnage wird eine antioxidative Wirkung erzielt, die dazu beträgt, Weißweine vor der Braunfärbung zu schützen, was vor allem bei Bioweinen mit geringem SO2 Gehalt von Vorteil ist.
Durch die Batonnage können auch Rückstände von Kupfer im Wein an die Feinhefe gebunden und als Sediment während oder am Ende der Fassreife entfernt werden.

Biologischer Säureabbau: Sie ist eine durch Bakterien verursachte Gärung, die erst nach beendeter alkoholischer Gärung einsetzen soll. In natürlich klimatisierten Kellern beginnt sie im Idealfall von alleine mit der im Frühjahr ansteigenden Temperatur. Sollte der biologische Säureabbau ausbleiben, kann sie durch Zugabe von Bakterienkulturen in Gang gebracht werden. Durch den biologischen Säureabbau, auch Milchsäuregärung oder malolaktische Gärung genannt, wird die im Wein enthaltene aggressive Apfelsäure in die mildere und bekömmlichere Milchsäure umgewandelt.

Biowein Eigenmarken:
darunter verstehen manche Importeure und Händler Bioweine, die sie von Erzeugern nicht in dort abgefüllten Flaschen beziehen, sondern mit Tankfahrzeugen abholen lassen, entweder selbst, oder bei Abfüllfirmen abfüllen lassen und mit eigenen Etiketten versehen.
Für diese Handlungsweise gibt es mehrere Gründe:
Kleine Weingüter sind zeitlich oft nicht in der Lage, alle Ihre Weine selbst in Flaschen zu vermarkten. Sie füllen nur ihre besten Bioweine in Flaschen mit eigenen Etiketten ab (Original-Weingutabfüllungen) und verkaufen die weniger guten Weine an Händler zu niedrigeren Preisen. Überwiegend dürfte die Abgabe von Wein in Tanks jedoch auf ein Überangebot zurückzuführen sein, das Händler in die Lage versetzt,
auch Bioweine weit unter den Gestehungspreisen aufzukaufen und damit auf Kosten der Erzeuger große Gewinne zu erzielen.
Diese Biowein - Eigenmarken werden überwiegend in Literflaschen in bescheidener Qualität (Masse statt Klasse) mit Fantasiebezeichnungen (Marke) sowohl im Internet als auch im Naturkosthandel angeboten. Ihre Herkunft ist im Gegensatz zu Original-Weingutabfüllungen nicht nachvollziehbar. Dies scheint bei einem Produkt das in der Vergangenheit trotz strenger Kontrollen mit zahllosen Skandalen und Betrügereien Aufmerksamkeit erregte, ein bedeutender Schwachpunkt zu sein.
Wenn Bioweinimporteure und Händler Ihre Aufgabe als Mittler zwischen Erzeugern und Verbraucher ernst nähmen, könnten sie nicht einserseits den Mehraufwand an Arbeit, kleinere Ernteerträge, größere Risiken und bessere Resultate des biologischen Weinbaus werblich hervorheben, andererseits aber diese Leistung unter Wert honorieren.
Der Unterschied zwischen Biowein und konventionellem Wein muss sich nicht nur durch bessere, gesündere, bekömmlicher Weine zu angemessenen Preisen, sondern auch durch einen fairen Umgang mit Erzeugern und Konsumenten zeigen. Biowein aus Chile oder Südafrika "Fair Trade" zertifizieren zu lassen und europäischen Winzern die Preise für Fassweine zu diktieren, verträgt sich nicht mit dem Anspruch einer ganzheitlichen, nachhaltigen und fairen Handlungsweise.
Aus diesen Gründen finden Sie bei uns keine italienischen, französischen oder spanischen Biowein-Eigenmarken, die im Tanklaster nach Deutschland kommen und hier abgefüllt werden.
Natürlich gibt es auch deutsche Bioweine als Eigenmarken. Neben einer oft schwachen Qualität, ist hier das Ziel, Weine anzubieten, für die auf Grund ihrer Anonymität kein Preisvergleich möglich ist und deshalb großzügig kalkuliert werden kann.

Brut: Geschmacksbezeichnung für Perlweine, Prosecco frizzante, Prosecco Spumante, Spumante, Cava, Crement, Champagne, Sekt. Ihr Restzuckergehalt beträgt maximal 12 g/l.

Brut Nature: Geschmacksbezeichnung für Schaumweine, Champagne, Prosecco Spumante Restzuckergehalt beträgt maximal 3 g/l.

Chambrieren
Ein Begriff abgeleitet aus der französischen Sprache (Chambre = Zimmer), der den Vorgang der langsamen Temperaturangleichung eines Weins an die Zimmertemperatur (je nach Weinart 15 – 19° C) beschreibt.

Chaptalisieren
Zur Erhöhung des Alkoholgehalts im Wein darf Traubenmost mit Rübenzucker oder Traubenmostkonzentrat vor der Gärung chaptalisiert (angereichert) werden. Jedes
Weinbauland setzt dafür unterschiedlich hohe Grenzwerte fest. Bei ordentlichem und qualitätsbezogenem Weinbau und entsprechender Ertragsbegrenzung können jedoch so hohe Zuckerwert in den Trauben erreicht werden, die ausreichen um die Mindestalkoholwerte für Qualitätsweine zu erreichen und zu übertreffen. Unsere Biowinzer beweisen dies von Jahr zu Jahr

Château
Bezeichnung eines Weinbaubetriebs in Frankreich. Es dürfen nur Qualitätsweine mit der
Bezeichnung „Chateau“ etikettiert werden.

Chips im Wein
Als Chips werden geröstete, getoastete Eichenspäne bezeichnet, die für einige Zeit zusammen mit Weine in Tanks lagert, um Weinen die Aromen zu vermitteln, die Sie bei einer Reifung in Barriques annehmen würden. Da Chips billiger herzustellen sind als Barriques, ist dies eine
Methode, Weinkäufer zu täuschen.

Cosecha: (Spanien) Weinlese, Erntejahr, Jahrgang auf dem Weinetikett

Cremant
französische Qualitätsschaumweine mit  besonders hohen Qualitätsanforderungen, langer Flaschengärung und A.C. Statut, z.B. Loire, Limoux, Alsace, Bordeaux, Bourgogne

Crianza: (Spanien) Weine im dritten Jahr ihrer Reife, die mindestens 6 bzw. 12  Monate im Holzfass   und bis zu 2 Jahre in der Flasche gereift sind.

Cru: Bezeichnung für einen Wein aus einer Spitzenlage.

Cryo-extraktion: Modernes Verfahren, dem Most Wasser zu entziehen um dichtere, konzentrierte Weine zu erzeugen, ohne dafür aufwendige Rebschnittarbeiten oder die „Grüne Ernte“, bzw. eine Ertragsreduzierung durchzuführen.

Cuvée: Wein bestehend aus 2 oder mehreren Rebsorten oder unterschiedlichen Weinbergslagen. Abgeleitet vom französischen Wort "Cuve" (Faß).

Decanter: Englisch = Dekantierkaraffe, DECANTER ist auch eine englische Weinzeitschrift, die u.a. auch Weine zuverlässig testet und die Testergebnisse veröffentlicht

Delestage: ein Arbeitsschritt im Weinkeller während der Maichegärung, bei dem der Tresterhut entweder manuell oder mittels einer technischen Vorrichtung regelmässig wieder in den flüssigen Teil der Maische gedrückt wird. Mit dieser Methode werden jedoch die sehr weichen Beerenhäute und auch die Kerne der Beeren verletzt, wobei unerwünschte Bitterstoffe in den Wein gelangen können. 

Als Alternative wird auch Saft/Wein aus dem Gärtank entnommen und mit Pumpen auf den im Gärtank verbliebenen, auf der Flüssigkeit schwimmenden, mehr oder weniger trockenen und verfestigten Tresterhut gesprüht.  Damit sollen sich die in den Beerenschalen und an den Kernen befindlichen Pigmente, Tannine und Polysaccharide lösen. Da sich die auf den Tresterhut gepumpte Flüssigkeit den schnellsten Weg nach unten (Schwerkraft) sucht, ist das Ergebnis oft nur  unbefriedigend, weil deshalb ein Teil der wertvollen Inhaltstoffe ungelöst im Trester bleibt. Diese Probleme hat der Önologe Francesco Marin mit der Erfindung eines neuartigen Gärtanks gelöst. Seine Methode "Ganimed" verwendet das bei der Gärung entstehende CO2 als natürliches Energiepotential um den Tresterhut kontinuierlich ohne mechanische Einwirkung umzuwälzen und zu befeuchten. 

Demi-sec: (halbtrocken) Französische Geschmackbezeichnung für Champagne, Cremant, Vin Mousseux mit einem Restzuckergehalt von 33 - 50 g/l.

Dickmaulrüssler: Ein Rüsselkäfer er sich von Weinblättern und Blütenknospen von Weinreben ernährt. 

Domaine: Bezeichnung eines Weinbaubetriebs. Nur erlaubt bei A.C. – Weinen und Vins des Pays.

Dosage: bezeichnet eine Flüssigkeit aus Wein und Zucker, die Schaumweinen nach der zweiten Gärung zugegeben wird um damit den endgültigen Süßegrad eines Schaumweins herzustellen.

Dulce: Spanische Bezeichnung für einen süßen Wein.

Durchgegoren: Der Gärvorgang eines Weins wurde nicht künstlich beendet, sondern die Hefen waren so lange aktiv bis fast der gesamte im Most enthaltene Zucker in Alkohol umgewandelt wurde, oder die Hefen durch einen hohen Alkoholgehalt im Wein (je nach Hefeart) bei 14 - 17 % Alkohol ihre Aktivität eingestellt haben. Abgesehen von natursüßen Weinen wie Vin Santo, Recioto, Sauternes, Rivesaltes und anderde, beträgt der Restzuckergehalt durchgegorener Weine zwischen weniger als 1 g/l - 4 g/l .

Entrappen: Weinbeeren von Rappen und Rispen trennen.

Enzyme: für die Weinbereitung dürfen der Maische pektolytische Enzyme zugesetzt werden, die den Pressvorgang erleichtern und beschleunigen. Im konventionellen Weinbau, in dem systemische Fungizide eingesetzt wurden, sind sie erforderlich. Da im Bioweinbau systemische Fungizide nicht eingesetzt werden, bilden sich bei kühler Maischestandzeit aufschließende Enzyme von selbst, bevor der Pressvorgang eingeleitet wird. Bei der Produktion billiger Bioweine werden pektolytische Enzyme verwendet um Zeit zu gewinnen.

Extra Brut: Schaumweine mit maximal 6 g/l Restzucker

Extra Dry: Schaumweine, Sekt, Prosecco Spumante, Champagne mit maximal 12 - 17 g/l Restzucker.

Feinherb: dieser Geschmacksbegriff wird für deutsche Weine - auch Bioweine verwendet. Er kann zur Verbrauchertäuschung führen, wenn seine Bedeutung nicht erklärt wird, denn so beschriebene Weine sind keineswegs herb, sondern halbtrocken und besitzen einen Restzuckergehalt von 9 bis 18 g/l. 

Halbtrocken: nicht genau definierte Geschmacksangabe für Weine mit einem Restzuckergehalt von mehr als 5 g - 20 g/l. Die geschmackliche Empfindung des Süßegrads wird vom Säuregehalt des Weins beeinträchtigt.

Geharzter Wein: In Griechenland dient das Zufügen von Harz während der Lagerung von Wein der Verbesserung seiner Haltbarkeit. Retzina ist ein geharzter griechischer Weißwein

Gelatineschönung: Gelatine kann Weine mit hohem Gerbstoffgehalt sowie Weine mit einem Geschmack und Geruch von Raps, verursacht durch zu hohen Pressruck, geschmacklich verbessern. In Verbindung mit Kieselsol (Kieselsäureverbindung) kann die Filtrierfähigkeit des so geschönten Weins verbessert werden.

Gerbstoffe: Die phenolischen Inhaltsstoffe von Wein werden als Gerb-und Farbstoffe zusammengefasst.
Es gibt eine Vielzahl von phenolischen Verbindungen in Wein, die Geschmack und Farbe beeinflussen. Zu ihnen gehören auch die Tannine.

Gespritzter: In Österreich verwendeter Begriff für einen Wein der mit einem kohlesäurehaltigem Mineralwasser gemischt ist und bei uns als Weinschorle bekannt ist.

Glyzerin: entsteht als Nebenprodukt der alkoholischen Gärung. Es verleiht Weinen eine geschmeidige Fülle, es schmeckt süßlich. Weine mit hohem Glyzeringehalt besitzen eine höhere Viskosität, die man beim Schwenken des Weins im Glas erkennen kann.

Histamin: Histamine gehören zu den biogenen Aminen. Sie kommen in verschiedenen Nahrungs- und Genussmitteln (Schokolade, Wurst, Hartkäse) in höheren Mengen vor als bei Wein. Bei erhöhter Konzentration kann Histamin Übelkeit und Kopfschmerzen verursachen. Histamine entstehen im Wein durch diverse Bakterienstämme (Pediokken, Lactobazillus) während des Gärvorgangs. Der Gehalt an Histamin im Wein lässt sich bei Weißweinen durch eine Behandlung mit Bentonit reduzieren. Rotweine werden meist nicht mit Bentonit geschönt und können deshalb mehr Histamin enthalten

Hyperoxygenation: durch die Anreicherung des Mosts für Weißweine mit Sauerstoff kann die sonst erforderliche Menge an SO2 verringert werden. Sie kann die in Wein enthaltenen phenolischen Bestandteile reduzieren und die vorzeitige Braunfärbung verhindern, aber auch die Aromen eines Weins verändern. Eine besonders sorgfältige Anwendung der Hyperoxygenation ist erforderlich um negative Überraschungen auszuschließen. 

Imprägnieren: Billigste, schnellste und einfachste Methode aus einem Stillwein, Perlwein (Proessco frizzante) zu erzeugen. Dem Wein wird unter Druck Kohlendioxyd zugesetzt. Dieses Verfahren wird bei unseren Frizzanteweinen nicht angewandt.

Jungfernwein: Wein aus der ersten Lese von jungen Rebstöcken.

Kork:besteht aus der Rinde von Korkeichen, die vor allem in Portugal, Spanien und Sardinien wirtschaftlich von Bedeutung sind. Aus dieser Rinde werden u.a. die Korken gestanzt, die zum Verschließen von Weinflaschen Verwendung finden.

Körper: damit wird die Summe aller Inhaltsstoffe eines Weins, vor allem sein Gehalt an Extrakt (Mineralstoffe) beschrieben, die maßgebend sind für die Qualität eines Weins sind. Durch die dem "Körper" zugeordnete Adjektive wie "kraftvoll", "körperreich", ergeben sich für den Weininteressierten wichtige Informationen. 

Lieblich: liebliche Weine haben einen Restzuckergehalt von 18 - 45 g/l und schmecken deutlich süß.

Maische:Sie entsteht durch das „mahlen“ (quetschen) der Trauben, wobei anschließend der Saft und die festen Bestandteile (Schalen, Traubenkerne, bei Rotwein manchmal auch die Rispen) zusammen in einem Behälter, Tank oder Bottich mazerieren.

Maischeerhitzung: Das Erhitzen der Maische dient dazu, farbarmen Trauben mehr Farbstoffe zu entziehen, als es mit der traditionellen Maischegärung möglich wäre. Diese Methode ist in Frankreich mit einer einzigen Ausnahme (Chateau de Beaucastel) nicht zugelassen.

Maischestandzeit: Ob man weiße Trauben direkt nach der Lese weiterverarbeitet oder vor dem Pressen eine bestimmte Ruhepause in der Maische bei kühler Temperatur einhält, ist für den späteren
Weintyp entscheidend. Eine mehr oder weniger lange Maischestandzeit bietet den Vorteil, dass dabei eine Vorklärung stattfindet und sich traubeneigene Enzyme bilden können, die den späteren Pressvorgang erleichtern und extraktreichere und opulentere Weißweine entstehen.

Rotweintrauben verbringen, sofern deren Maische nicht erhitzt wird, generell bis zu 6 Wochen
in der Maische bevor sie gepresst werden. Damit erhöht sich die Ausbeute an Aroma-, Farb- und Gerbstoffen.

Maischegärung:
Die Maischegärung wird nach der Maischestandzeit eingeleitet. Dies erfolgt durch erhöhen der Temperatur und/oder Zugabe von Hefen.

Malolaktische oder Milchsäuregärung bzw. biologischer Säureabbau: drei Begriffe für einen mikrobiologischen Vorgang, der an die alkoholische Gärung anschließt. Dabei wird die in Wein enthaltene Apfelsäure (lat. Malo für Apfel) in Milchsäure (lat. lac, lactis für Milch) umgewandelt. Säurebetonte Weine werden dadurch etwas milder, denn die Milchsäure wird angenehmer empfunden und ist für viele Menschen verträglicher, als die eher aggressive Apfelsäure. Die ebenfalls im Wein enthaltene Weinsäure wird bei diesem Vorgang nicht beeinträchtigt. Die Malolaktische Gärung wird in der Regel bei allen Rotweinen, aber nicht bei allen Weißweinen durchgeführt. Erreicht wird dies durch das Herausfiltern der entsprechenden Bakterien nach Ende der alkoholischen Gärung.

Marriage: (franz. für Hochzeit, Vermählung) wird in der Champagne verwendet, wenn mehrere Weine miteinander verschnitten werden, bevor die Flaschengärung beginnt, um so ein optimales Ergebnis zu erzielen. 

Methode tradionelle: Früher methode champenoise genannt – beschreibt die Flaschengärung von Schaumweinen.

Mild: dieser Begriff beschreibt Weine - auch Bioweine mit einem niedrigen Säuregehalt und wenig bzw. weichem, rundem und reifem Tannin. Weine Weine können auch trockenen Weine sein.

Mis en bouteilles au Chateau, au Domaine, à la Propieté: Angabe auf dem Weinetikett die anzeigt, dass es sich bei dem betreffenden Wein um eine sogenannte Originalweingutabfüllung handelt. Der Name des Weinguts muß zusätzlich vermerkt sein.

Oechsle: Zuckergehalt im Traubensaft der mit der Oechslewaage gemessen wird.

Oechslewaage: Eine Dichtespindel die vom Pforzheimer Optiker Ferdinand Oechsle konstruiert wurde.
                                                                                                                        
Oxygenation oder Micro-Oxygenation:
darunter versteht man  die Zugabe geringer Mengen von
Sauerstoff zum Most mittels eines technischen Geräts.
Damit erreicht man, dass junge gerbstoffreiche Weine
ohne lange Reifezeit in Holzfässern weicher werden und
früher getrunken werden können, wie z. B. der Côtes de
Provence der Domaine du Jas d'Esclans.

Piemont: Piemont (am Fuß der Berge) ist eine Weinbauregion im Nordwesten Italiens mit berühmten Weinen (Barolo, Barbareseco, Gavi) und typischen Rebsorten (Arneis, Barbera, Nebbiolo, Dolcetto, Moscato, Cortese, Ghemme, Freisa, Grignolino). Die berümtesten Weine sind Barolo und Barbaresco.

Pyknometer: Geeichtes Glasgefäß mit engem Hals zur Bestimmung der Dichte von Wein, Mostgewicht und Alkoholgehalt.

Rappen: Synonym für Rispe, oder Kamm der Weintraube.

Reserva: (Spanien) Über drei Jahre gereifte Weine, davon mind. 1 Jahr im Fass und 1 Jahr in der Flasche, Verkauf im 4. Jahr nach der Ernte - sie Rioja Reserva.

Riserva (Italien) vor allem bekannt in der Toskana - Chianti Classico Riserva. Auch dabei handelt es sich um Chianti Classico der mindestens 24 Monate gereift sein muss, davon 21 Monate im Holzfass und 3 Monate in der Flasche bevor er das Weingut verlassen darf. Darüberhinaus gibt es weitere Anforderungen bzw. Einschränkungen, so muss der natürliche Alkoholgehalt nicht nur 12 % wie beim "einfachen" Chianti Classico, sondern mindestens 12,5 ° Alkohol enthalten und die Erntemenge je Hektar Rebfläche darf nur 52,5 hl (in Wein gerechnet) Wein betragen. Den Begriff "Riserva" gibt es aber auch in anderen Weinbauregionen wie im Piemont.

Rosado: Spanische Bezeichnung für Roséwein.

Sommelier/e: Französischer Begriff für Weinkellner/in. Seine/ihre Aufgabe in der gehobenen Gastronomie ist es, Gäste bei der Auswahl der Weine zu beraten und dabei die Charakteristik der gewählten Speisen zu berücksichtigen um ein angenehmes Zusammenspiel von Speisen und Wein zu erreichen.
Da die Bezeichnung Sommelier/e nicht geschützt ist und kein klassischer Ausbildungsberuf ist, ist es möglich, sich entsprechende Kenntnisse in der Gastronomie oder im Weinfachhandel anzueignen.
Ein fundiertes Wissen wird bei Deutschen Sommelierschule während ca. 300 Unterrichtstunden vermittelt. Nach erfolgreich bestandener Abschlussprüfung vor der IHK darf man sich „geprüfter Sommelier mit einem öffentlich-rechtlich anerkannten Abschluss“ nennen.

Soutirage: (französisch für das Umfüllen des Weins von einem in ein anderes Barrique).

Süffig: Beschreibung für einfache, unbedeutende Weine, geeignet für den unachtsamen Weintrinker.

Rispe: eine Rispe besteht aus einem Hauptast und kleinen Nebenästen, worauf sich die Blüten und später die Weinbeeren bilden.

Schönungsmittel: Gelatine, Kieselsol, Hausenblase, Kasein, Kaolin, Bentonit, Hühnereiweiß. Eiweißstoffe als Kleber dienen um Feststoffre im Wein zu binden um ihn besser filtern zu können.

Schwefel: Im Moment der Zugabe von Schwefeldioxyd entsteht die „freie schwefelige Säure“, die sich in der Folge größtenteils an unterschiedliche Stoffe im Wein wie Acetaldehyd und Zucker bindet. Mit der Umwandlung von Acetaldehyd – ein Nebenprodukt der alkoholischen Gärung - in gebundene schwefelige Säure“ hat das Schwefeldioxyd einen Teil seiner Wirkung erledigt, indem es den unangenehmen
Oxydationsgeschmack im  Wein verhindert.                                                                                                      

Die zweite biologische Wirkung der freien schwefeligen Säure besteht in der Behinderung des Wachstums von Bakterien im Wein, indem es den Sauerstoff im Wein bindet, den Bakterien für ihr Wachstum benötigen.                                                                                                                                  
Umstritten ist allerdings eine dritte Auswirkung von Schwefel im Wein, nämlich die Verhinderung der Oxydation von Enzymen im Wein.
Im Prinzip ist Schwefel ein gesundheitlich bedenklicher Stoff. Er kommt nicht nur in Wein, sondern auch in vielen Nahrungsmitteln vor. Und obwohl Schwefel sogar vom menschlichen Körper selbst produziert wird, kann er doch allergische Reaktionen auslösen.. Die WHO hat die tägliche Aufnahme von höchstens 0,7 mg/je kg Körpergewicht festgelegt.
Schwefel (Schwefeldioxyd = SO2) wird dem Wein zugegeben und erfüllt darin mehrere Funktionen: Er verhindert nicht nur wie oben beschrieben, die negative geschmackliche Beeinträchtigung von Wein, sondern auch die Bildung gesundheitlich bedenklicher Stoffe (Histamin) und bindet im Weißwein das unerwünschte Acetaldehyd und beugt durch die freie schwefelige Säure der schnellen Oxydation vor. Die im Wein enthaltenen Höchstmengen an Gesamtschwefel sind im Weingesetz geregelt, sie betragen für
trockene Rotweine mit einem Restzuckergehalt von < 5 g/l 160 mg/l, trockene Weißweine mit einem Restzuckergehalt von < 5 g/l 210 mg/l.Weine mit einem höheren Zuckergehalt dürfen bedeutend mehr Schwefel enthalten. Bioweine enthalten erfahrungsgemäß 50% - 80 % weniger Schwefel.

Sec: Französische Geschmacksbezeichnung für trockene Weine, Champagne, Cremant, Vin Mousseux.

Semi-Cryanza: (Spanien) inoffizielle Bezeichnung für Weine die 3 5 Monate im Holzfass gereift        

Semisecco: Spanische Bezeichnung für einen halbtrockenen Wein.

Tannine: Sie stammen aus den Traubenschalen und Kernen. In jungen Weinen nimmt man Tannin als bitteren Geschmack wahr und empfindet ihn als trocken. Interessant ist ihre Entwicklung während der Weinreifung. In jungen weinen sind sie leicht und gelöst im Wein. Mit zunehmendem Alter reagieren Sie mit anderen Weininhaltsstoffen. Sie werden schwer und sinken als Depot zu Boden. In anspruchsvollen Weinen geben Tannine das „Gerüst“ oder die „Struktur“ und ohne Tannine könnten Rotweine nicht altern.
Tannin kommt jedoch nicht nur aus den Trauben, sondern es darf in Übersee Weinen auch in Pulverform zugesetzt werden. Tannin ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phenole, sie besitzen  konservierende und auch gesundheitsrelevante Eigenschaften.

Tastevin: Flache silberne oder silberfarbene Probierschale mit Vertiefungen und gewölbter Oberfläche im Schalenboden, der die Beurteilung der Farbe eines Weins erleichtert.

Terroir: Ein inflationär benutzter Begriff in der Welt des Weins. Gemeint ist damit der Weinbergsboden, seine Bewirtschaftung, die Reben, das Klima, die Arbeit des Winzers und der Ausbau des Weins im Keller.
Terroirgeprägte Weine können eigentlich nur Bioweine sein, die von Reben stammt, die auf einem Boden wachsen der reich an Mikroorganismen ist, nicht mit künstlichem Dünger gedüngt wurde, auf dem keine Herbizide gespritzt, und wo weder Reben noch Trauben mit Fungiziden behandelt wurden. Ebenso kann kein Wein terroirgeprägt sein, der mit Reinzuchthefen oder Aromahefen, anstelle der auf den Trauben befindlichen natürlichen Hefen vergoren wurde. Reinzuchthefen müssen von Winzern eingesetzt werden, die die natürlich vorhandenen Hefen vorher mit Fungizidspritzungen im Weinberg vernichtet haben.
Es sind nämlich die im Boden und nicht die im Kunstdünger vorhandenen Mineralstoffe, sowie die natürlichen Hefen der Trauben, die prägend für Geschmack und Duft eines terroirgeprägten Weins sind und Rückschlüsse auf seine Herkunft, die Rebsorte und den Jahrgang zulassen. 

Tresterhut: während der Maischegärung werden die festen Bestandteile der Maische (Beeren, Beerenschalen, Kerne, Rispen, Stiele, Blätter) durch die aufsteigenden Gärgase (CO2) an die Oberfläche gedrückt, wo sie nach kurzer Zeit eine feste, mehr oder weniger trockene Masse, den Tresterhut bilden würden, wenn man sie nicht mit der Delestage feucht halten würde.

Trocken: Geschmacksbeschreibung für Weine mit geringem Restzuckergehalt. Diese Angabe fehlt bei
Weinen aus den romanischen Ländern, weil deren Weine traditionell durchgegoren sind und einen Restzuckergehalt von weniger als 2 – 3 g/l besitzen. Das deutsche Weingesetz erlaubt mit der Bezeichnung „trocken“ einen Restzuckergehalt von 9 g/l gekoppelt mit dem Säuregehalt des betreffenden Weins.

Umkehrosmose: Modernes Verfahren, dem Most Wasser zu entziehen um dichtere, konzentrierte Weine zu erzeugen, ohne dafür aufwendige Rebschnittarbeiten oder die „Grüne Ernte“, bzw. eine Ertragsreduzierung durchzuführen.

Umkorken: Weine mit einem guten Alterungspotenzial werden nach 15 – 25 Jahren geöffnet, der verflüchtigte Inhalt mit einem Wein des gleichen Erzeugers und desgleichen Jahrgangs ersetzt und neu verkorkt.

Vegane Weine: Diese Bezeichnung trifft auf Weine zu, die nicht mit tierischen Eiweißprodukten (Hühnereiweiß, Albumin, Hausenblase, Gelatine u.a.)geklärt und gefiltert wurden. Durch Umfragen bei unseren Partnern/Winzern stellte sich heraus, dass viele von Ihnen die Mittel nicht einsetzen, womit deren Weine für Veganer geeignet sind. Daneben gibt es Verbände, die die vegane Weinerzeugung überprüfen und zertifizieren - siehe Cantina Pizzolato in Venetien. Übrigens, allen biodynamisch wirtschaftenden Weinerzeugern ist die Verwendung von tierischem Eiweiß verboten und somit sind auch alle Demeterweine für Veganer geeignet.

Veneto: Weinbauregion zwischen dem Gardasee im Westen und Venedig im Süden. Bekannte Weine sind Bardolino, Valpolicella, Soave, Amarone, Prosecco.

Verschlossen: Damit ist ein meist junger Wein beschrieben, der seine Aromen und Düfte noch nicht freigibt und einen eindimensionalen Eindruck hinterlässt.

Vinifizierung: französisch = Weinbereitung,

Vino de la Tierra: (SpanienLandwein mit Herkunftsbezeichnung

WINE ADVOCAT: wichtigste internationale Weinzeitschrift aus den USA, Herausgeber ist Robert Parker, der Weinbewertungen nach einem 100 Punkte-System erstellt. Die veröffentlichten Ergebnisse des WINE ADVOCAT und Robert Parker beeinflussen weltweit Kaufentscheidungen von Handel und Verbrauchern. 

Zweitwein: Vor allem im Bereich der Cru Classé Weine im Bordeauxgebiet erzeugen die Château nicht nur einen Spitzenwein, dem sie die Anerkennung als Cru Classée Weinerzeuger verdanken, sondern immer auch Zweitweine. Diese stehen in preislicher und qualitativer Hinsicht deutlich hinter der Erstweinen. Diese Praxis erlaubt es den Chateau, das Qualitätsniveau der Cru Classée Weine hoch zu halten indem beispielsweise die Trauben von jüngeren Reben oder schlechteren Lagen für den Zweitwein verwendet werden. Die Entscheidung wird jedoch nicht zum Zeitpunkt der Weinlese, sondern erst zum Zeitpunkt der Assemblage getroffen, wenn die Qualität der einzelnen Weine und Cuvées beurteilt werden kann.